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Liebe Gemeinde,
vielleicht haben Sie sich gefragt, was da auf dem Deckblatt für ein Bild zu sehen ist und was es damit auf sich hat.
Im vergangenen September war ich mit meiner Familie im schönen Bayrischen Wald im Urlaub. Unter anderem hat uns unser Weg auch zur Burgruine "Neunußberg" geführt. Die Burg wurde bereits im 16. Jahrhundert zerstört, die aufgearbeiteten Überreste sehen Sie auf dem Bild.
Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie (neben meinem herumkletternden Sohn) im hinteren Teil eine halbrunde Mauer, in der Mitte davon ein großer Stein.
Ich hatte es mir bereits gedacht und ein Schild bestätigte die Annahme: dort stand einst die Burg-Kapelle. Der große Stein in der Mitte, der fast den gesamten Innenraum der Kapelle gefüllt haben musste, ist der Altar. Mich hat dieses Bild sehr gefreut. Für mich ist es ein Sinnbild der Anwesenheit Gottes. Der Tisch des HERRN - also der Altar, bildet immer das Zentrum aller Kirchgebäude. Er steht zentral, bei den meisten Kirchen richtet sich der erste Blick nach dem Eintreten auf ihn. Die Gebete werden zu ihm hingesprochen. Die Anwesenheit Gottes wird mit dem Altar identifiziert. Hier wird ja auch Leib und Blut Christi zu sich genommen.
Und ähnlich wie auf dem Bild, bleibt die Anwesenheit Gottes bestehen. Auch wenn ringsum alles verfällt, einstürzt, vermodert und zerbricht: Gott bleibt da. Gott zieht sich nicht zurück, sondern er will da sein.
So ist es auch in unserem Leben: Auch wenn um uns alles zu zerfallen droht und unser Leben "einsturzgefährdet" scheint, ist Gotte dennoch da. Jesus hat es selbst gesagt, dass er bei uns ist, bis an der Welt Ende (Matthäus 28, 20).
Darum lohnt es, zu ihm und zu seinem Altar zu kommen und seine Gegenwart zu spüren - gerade dann, wenn man meint, er sei ferne.

Gottes Segen wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Albrecht Matthäus